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Das Pinguin Prinzip

Das Pinguin Prinzip

Vielleicht hast du dich gefragt, was ein Pinguin als Icon beim Vier-Säulen-Modell auf meiner Homepage soll? Passt doch überhaupt nicht!

Ich durfte im vergangenen November mit drei Studienkolleginnen am ÖZBF die Fachtagung Begabungs- und Begabtenförderung besuchen. Nebst der wunderschönen Stadt Salzburg erlebten wir hochkarätige Fachinputs. Genau in einem solchen Fachreferat drin sass ich, in einem engen Raum voller Fachleute aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Obendrein war es zu eng und ich platzierte mich auf einem Heizungskörper. Das unbequeme Sitzen hat sich gelohnt. Die Rede fiel auf das Buch «Das Pinguin Prinzip / Wie Veränderung zum Erfolg führt» (Kotter/Rathgeber/Solow 2017). Kaum in die Schweiz zurückgekehrt, bestellte ich mir das Buch und verschlang es an einem Abend. Die Lektüre ist einfach zu lesen, wunderbar illustriert und amüsant. Ich kann es durchaus weiterempfehlen. Fortan beschäftigten mich die Pinguine. So erinnerte ich mich, während der Weiterbildung CAS IBBF in Luzern mal einen Kurzfilm zum Thema Potenzialentfaltung mit einem Pinguin gesehen zu haben. Auf wundersame Weise schildert der deutsche Komiker und Arzt Eckart von Hirschhausen, wie wichtig es sei, dass der Pinguin im richtigen Umfeld zuhause sei und sich dort wohlfühle.

Textausschnitt aus dem Film:

«Der Pinguin erinnert mich daran, wie wichtig die Umgebung ist, ob das, was du kannst, überhaupt zum Vorschein kommt. Menschen ändern sich nämlich nicht komplett und grundsätzlich. Wenn man als Pinguin geboren wurde, machen auch sieben Jahre Psychotherapie aus dir in diesem Leben keinen Giraffen.» (Hirschhausen 2012)

Unser Schulsystem tendiert dazu, die Menschen ändern zu wollen, indem man bei Problemen verschiedener Art mit sogenannten Pflästerlimethoden versucht dagegen zu wirken. Kurzfristige, doch oftmals sehr kostspielige Massnahmen, versuchen die Defizite der Lernenden zu minimieren. Zu selten stellt sich jemand die Frage, wie denn die Themen, sei es in der Entwicklung eines einzelnen Menschen oder gar in der Entwicklung des Schulsystems, in der Tiefe angegangen werden könnte. Dazu gehört das Überdenken der Lernumgebung. Wie können wir die Schule als Lernort verändern , damit wir nicht mit Pflästerlimethoden an den Lernenden herumkorrigieren, sondern ihnen ein Umfeld schaffen, in dem sie aufblühen und stark für ihre Zukunft werden können?

Das Vier-Säulen-Modell verändert die Lernumgebung. Es stellt eine Möglichkeit zur Umsetzung der Begabungs- und Begabtenförderung an Schulen dar.

Literatur:

Kotter, John P.; Rathgeber, Holger und Solow, Rebecca (2017): Das Pinguin-Prinzip: Wie Veränderung zum Erfolg führt. Übersetzt von Harald Stadler. München: Droemer.

Ohne Autor. (2012): Das Pinguin-Prinzip – Eckart von Hirschhausen. [https://www.youtube.com/watch?v=sY539oAsTb0; 5.1.2023].

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